Bühnefoto Lamento (c) PlS
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LAMENTO!
(2009)

UA: 25.10.2009, Theater Rüsselsheim
weitere Aufführungen u. a. bei den Händel-Festspielen-Karlsruhe 2010
Dauer: ca. 10 Minuten
Besetzung: Sopran, zwei Tenöre, Bariton, Laute, Theorbe, Violoncello, Truhenorgel

Besetzung der Uraufführung:
S: Desirée Hall, T: Sebastian Kohlhepp, Sören Richter, Bar: Christos Pelekanos, Laute: Kohei Ota, Theorbe: Yoshio Takayanagi, Violoncello: Marie Deller, Truhenorgel: Adreas Küppers
Musikalische Leitung: Paul L. Schäffer
Regie: Laura Linnenbaum
Dramaturgie: Hannah Abels
Bühne: Jens Sulluk

ÜBER DAS STÜCK
„Lamento!“ entstand unmittelbar nach einer szenischen Aufführung des „Lamento della ninfa“ von Claudio Monteverdi an der HfMdK Frankfurt. Neben dem Einleitungs- und dem Schlusssatz des Originals, die auch musikalisch unverändert übernommen werden, bleibt Monteverdis Stück über den Text erhalten, wobei das eigentliche Lamento neu vertont wird.

Paul Leonard Schäffer orientiert sich an der Aufführungspraxis der Renaissance; so spielt die Orgel meist nur Liegeklänge, über die die Sänger und Instrumentalisten quasi improvisando mit Hilfe von Ornamenten (teils alt, teils neu) musizieren. Dadurch ergibt sich, dass typische zeitgenössische Vokaltechniken eher selten eingesetzt werden. Der Reiz dieser Komposition liegt darin, alte Gesangstechniken neu zu beleuchten und in eine zeitgenössische Tonsprache zu transferieren. Auch die Verwendung historischer Instrumente obliegt dieser Idee.

Als Tonmaterial werden mehrere Obertonreihen verwendet. Ihre Grundtöne werden aus dem Lamentobass des Originals abgeleitet.

Als zusätzliches, zunächst abstraktes, musikalisches Mittel, sind Bühnenpositionen und Blickrichtungen für die drei Männerstimmen angegeben. Neben einer räumlichen Wahrnehmung des Klanges ergeben sich Ansätze für eine szenische Ebene – so zum Beispiel am Schluss: Alle Männerstimmen wenden sich von der Ninfa ab, sie bleibt allein mit ihrer Klage. Die anderen nehmen wieder ihre beschreibende Rolle des Anfangs ein. Eine szenische Aufführung des Stückes liegt nahe, ist aber nicht zwingend geboten. 

PARTITURBEISPIEL
 

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PAUL LEONARD SCHÄFFER

Komponist, Dirigent, Pianist

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