Bühnefoto Kapitulation (c) PlS
Bühnefoto Kapitulation (c) PlS

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EINE KAPTITULATION
Musiktheater nach einem Libretto von Richard Wagner (2010)
Auftragswerk des „Festivals junger Künstler Bayreuth“

UA: 24.08.2010, Das Zentrum Bayreuth, Europasaal
Dauer: ca. 110 Minuten

Besetzung/Besetzung der Uraufführung:

Stab:
Musikalische Leitung: Fausto Nardi
Regie: Georgios Kapoglou
Dramaturgie: Kristin Päckert
Bühne: Michaela Muchina
Kostüm: Kerstin Narr
Licht: Marco Philipp

Personen:
Victor Hugo, Bariton: Björn Bürger
Mottü, Bataillonskommandant, Bassbariton: Christos Pelekanos
Lefèvre, Legationsrath, Sopran: Katharina Neufurth
Keller, Elsässer, Mezzosopran: Eva Hage
Vachette, Tenor: Johannes Grau
Diedenhofer, Bass: Peter Strömberg
Jules Favre, Sopran: Esther Dierkes
Jules Ferry, Mezzosopran: Jennifer Kreßmann
Jules Simon, Countertenor: Tasuku Ishizuka
Gambetta, Sopran: Désirée Hall
Perrin, Operndirektor, Bassbariton: Jakob Ahles
Nadar, historisch berühmter Fotograf, Tenor-Buffo: Sören Richter
Flourens I, Sopran: Annika Gerhards
Flourens II, Sopran: Constanze Meijer
Mégy, Bassbariton: Leszek Solarski
Offenbach: Paul Leonard Schäffer

Orchester:
Flöte, auch Piccolo: Jens Bohms
Klarinette in B, auch Bassklarinette: Janine Neugebauer
zwei Trompeten in B: Oliver Krenz, Attila Kett
zwei Posaunen: Carlo Eisenmann, Michael Wolkober
Basstuba: Karel Skopek
Schlagzeug (gr. Trommel mit aufgesetztem Becken, kleine Trommel, Becken (hängend), 1 große Pauke, Vibraphon, Bongo-Trommeln, Crotales (kompletter Satz), Tambourin): Lennart Fleischer
Tasteninstrumente (Klavier, Celesta, Sampler): Kristina Ruge


ÜBER DAS STÜCK

Geschrieben hat Richard Wagner das Stück „Eine Kapitulation“ bereits während des deutsch-französischen Krieges 1870/71. Aber erst jetzt wurde das Lustspiel in antiker Manier uraufgeführt, nachdem es von Georgios Kapoglou und Kristin Päckert bearbeitet wurde.
Wagner hat das Libretto 1873 veröffentlicht, selbst aber nicht vertont, sondern die Arbeit dem Jungen Komponisten Hans Richter überlassen, der daran scheiterte und aus Scham seine Partitur verbannte.
Wagner schrieb das Stück als Antwort auf seine entsagungsreichen Jahre in Paris bis zum Jahr 1842, in denen sein Talent kaum erkannt wurde. In dem Stück persifliert Wagner die französische Regierung und die Kunstschaffenden im Nachbarland und lässt seiner Wut über die Franzosen freien Lauf.

Handlung:

Victor Hugo, dem Labyrinth der Pariser Kanalistion fast entkommen, wird von den Stimmen des Untergrundes daran gehindert, an die Oberfläche der zerstörten Stadt zu gelangen. Die Nationalgarde weckt indes die verschlafene, uneinige Regierung. Gambetta und Nadar machen sich auf den Weg, das Opernpersonal von der Front zu holen, um die Republik durch Oper zu retten. Doch mit der Reise beginnt auch die Verklärung. Während das Volk schon die vorhergesagte Rettung feiert, wird die Regierung vom Untergrund gestürzt. Eine Rattenjagd beginnt. Erst durch Offenbach schafft es die Regierung an ihren alten Platz. Mit seiner Musik entsteht eine Entrückung, die in der Stunde des Elends auf die Pariser Bürger wie eine Halluzination wirkt und diese mit der Hoffnung auf die Utopie vor dem Untergang bewahrt.

PARTITURBEISPIEL
 

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PAUL LEONARD SCHÄFFER

Komponist, Dirigent, Pianist

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