Bühnefoto Büchner (c) Lena Obst
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BÜCHNERS FRAUEN
Musiktheater nach Texten von Georg Büchner (2011-2013)

UA: 24.05.2013, Staatstheater Wiesbaden, Spielstätte Wartburg
weitere Aufführungen in Frankfurt und Gießen
Dauer: ca. 70 Minuten
Besetzung: Sänger, Kammerorchester: Flöte (auch Piccolo- und Altflöte), Oboe (auch Englisch Horn), Klarinette in B (auch Bassklarinette), Fagott (auch Kontrafagott), Horn in F, Trompete in B, Posaune, Schlagzeug (zwei Spieler: Crotales, Gongs, Vibraphon, Becken hängend, Tam-Tam groß, kl. Trommel, gr. Trommel, 4 Tom-Toms, Pauken), Tasteninstrumente (ein Spieler: Klavier, Harmonium, Celesta ad. lib.), Violine I, II, Viola, Violoncello, Kontrabass

Besetzung der Uraufführung:

Eine gemeinsame Produktion des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, der HfMDK Frankfurt am Main, dem Institut für Zeitgenössische Musik Frankfurt am Main und der Internationalen Ensemble Modern Akademie

Stab:
Musikalische Leitung: Vimbayi Kaziboni
Regie: Teresa Reiber
Bühne: Mari-Liis Tigasson
Kostüm: Anja Wendler
Dramaturgie: Karin Dietrich

Marion - Stine Marie Fischer
Marie - Maren Annika Schwier,
Julie - Vanessa Diny
Lucile - Jana Baumeister

Sprecher - Christoph Bahr

Internationale Ensemble Modern Akademie

ÜBER DAS STÜCK
Marion, Marie, Julie und Lucille sind zentrale Frauenfiguren im Werk Georg Büchners, in denen sich der Umschwung durch die neuen Werte der französischen Revolution widerspiegelt. Diese Frauen nehmen eine wichtige Rolle im Verständnis der neuen Bürgerrechte und der Emanzipation des Individuums ein, die Büchner immer wieder in seinen Werken thematisiert.

Marie lehnt sich gegen das Misstrauen und die Eifersucht Woyzecks auf, der sie schließlich im Wahn ermordet. Ähnlich wie Marion in ‚Dantons Tod‘ ist sie getrieben von Sinnlichkeit und extremer Körperlichkeit, findet aber keine Erlösung. Auch Marion stellt sich mit ihren Ansichten vom genussvollen Leben gegen die Gesellschaft, gegen den Staat und die Kirche. Lucile und Julie wiederum überwinden in ‚Dantons Tod‘ den Determinismus der Geschichte und erleiden nach dem Guillotine-Tod ihrer Männer Danton und Desmoulins weder Zusammenbruch noch Verzweiflung, sondern zeigen emotionale Festigkeit.

Im Mittelpunkt dieser Oper stehen die vier Monologe oder Arien der Frauen, welche auf jeweils vier verschiedene Arten vertont werden. Die grundsätzliche Frage am Anfang der Arbeit zum Stück bestand nicht darin Musiktheater gänzlich neu zu entwerfen oder elementare Strukturen der Oper zu verwerfen, sondern die traditionelle Form, die Arie oder den Bel Canto aus sich heraus zu erneuern und in eine zeitgemäße Klangsprache zu transferieren. So sind vier gänzlich unterschiedliche musikalisch ästhetische Sprachen entstanden - von einer rezitierenden Marion, einer stimmlosen Marie, über eine sehr lyrische Julie, bis hin zu einer Lucile, die sich gegen ein komplett seriell strukturiertes Instrumentalensemble beweisen muss.

PRESSE

Radiobericht auf SWR2 von Ursula Böhmer
Presserezension Wiesbadener Kurier
Presserezension Frankfurter Neue Presse
Presserezension Darmstädter Echo
Presserezension deropernfreund.de (im unteren Teil der Seite)

(Die Artikel wurden zuletzt am 05.01.2014 abgerufen)

 

PARTITURBEISPIEL

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PAUL LEONARD SCHÄFFER

Komponist, Dirigent, Pianist

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